Phimose:
Manche männliche
Säuglinge werden mit einer verengten Vorhaut geboren, welche sich nicht über
die Eichel zurückziehen lässt.
Besteht auch eine Neigung
zu Harnwegsinfekten oder kann das Kind schwer Harn lassen, sollte rasch eine
Operation ( Beschneidung ) erfolgen. In den meisten Fällen kann man jedoch
abwarten.
Eine Besserung erfolgt
oft in den ersten Jahren, sonst ist eine Operation vor Schulbeginn
wahrscheinlich optimal.
Erfolgt keine Korrektur,
besteht ein erhöhtes Risiko an einem Peniskarzinom zu erkranken, außerdem
können ernsthafte funktionelle und dann auch psychische sexuelle Probleme
auftreten.
Hypospadie:
Die Hypospadie ist eine seltene, angeborene
Missbildung, bei der die Harnröhre nicht an ihrer vorhergesehenen Stelle an
der Penisspitze mündet. Die Operation sollte zwischen dem 1. und 2.
Lebensjahr erfolgen und vor Schulbeginn abgeschlossen sein.
Das Operationsziel: Die Harnröhre zu
rekonstruieren, sodaß ein vollständiges Aufrichten des Penis, normales
Urinieren und Geschlechtsverkehr möglich sind.
Hodenhochstand:
Bei einem Teil der männlichen
Säuglinge sind der oder die Hoden zum Zeitpunkt der Geburt noch nicht im
Hodensack. Bei einem Teil dieser Kinder geht der Hoden von selbst in seine
korrekte Lage.
Erfolgt dies bis zum Ende des
zweiten Lebensjahres jedoch nicht, ist eine Therapie erforderlich, sonst
erleidet das temperaturempfindliche Hodengewebe Schaden.
Diese Therapie kann
medikamentös oder operativ erfolgen. Erfolgt die Korrektur nicht rechtzeitig,
geht samenbildendes Gewebe verloren und es besteht ein erhöhtes Risiko an
einem Hodentumor zu erkranken.
Hodentorsion: Drehung des
Hodens um seine Achse
Besonders in der Puberdät kann
es zu einer spontanen Drehung eines Hodens um die eigene Achse kommen. Dieses
Ereignis ist mit plötzlichen Bauchschmerzen und Übelkeit verbunden.
Eine Therapie sollte innerhalb
von zwei Stunden erfolgen.
Varikocele: Venenbruch
Krampfadern der Hodengefäße
können während der Pubertät auftreten und sollten aus vorbeugenden Gründen
operativ behandelt werden, um die spätere Zeugungsfähigkeit zu erhalten.